Verbindungselemente

Technische Informationen / Technické informace Herstellung / Výroba 12 Herstellung Herstellverfahren Die Herstellung von Schrauben und Muttern lässt sich imWesentlichen in folgende Verfahren unterscheiden: • spanlose Formgebung, hier wiederum in Kaltpress- und Warmfließverfahren • spanende oder spanabhebende Formgebung Basismaterial Drahtrollen (oder: Drahtcoils) sind das Rohmaterial und der Ausgangspunkt der Schrauben- und Mutternherstellung. Ihre Qualität hat einen hohen Einfluss auf die Güte der späteren Schraube. Eine Korrekte Lagerung und sorgfältige Wärmebehandlung der Drahtcoils sind daher ebenso wichtig wie ihr Abbeizen und Phosphatieren, um eine leichtere Verarbeitung zu gewährleisten. Drahtcoils kommen beim Kaltumformen zum Einsatz, Stangenmaterial beimWarmumformen. Produktion Die meisten Verbindungselemente werden heutzutage durch spanlose Kaltumformung hergestellt. Damit ist eine Bearbeitung unterhalb der Rekristallisationstemperatur des Metalls gemeint. Bekanntestes Verfahren ist das Kaltfließpressverfahren auf mehrstufigen Pressen. Einzelne Phasen dieses Verfahrens sind Abstanzen, Ziehen, Stauchen und Stanzen. Beim Stauchen entsteht die Grundform des Schraubenkopfes, der mit einem nachträglichen Stanzen noch in seine Endform gebracht wird. Notwendig ist dies z. B. bei der Sechskant-Kopfform. Die Kaltumfor- mung erlaubt eine – wenngleich begrenzte – Formänderung. Zugleich verändert sie die mechanischen Eigenschaf- ten des Werkstoffs. Das gilt besonders für die Kaltverfestigung am Ende der Kaltumformung: Durch sie erhöht sich die Werkstofffestigkeit erheblich. Eine Kaltumformung kommt zum Einsatz, um: • genormte Massenartikel mit kleinen bis mittleren Durchmessern anzufertigen (Schrauben und Bolzen bis zu einem Schaftdurchmesser von ca. 27 mm und Längen bis ca. 300 mm) • eine hohe Maßgenauigkeit zu erzielen • vorteilhafte, z. B. glatte Oberflächen zu schaffen • die Festigkeit der Werkstoffe gezielt zu verstärken Im Gegensatz dazu findet das Warmumformen nach der Erhitzung auf Schmiedetemperatur statt, denn viele Werkstoffe sind im warmen Zustand nahezu beliebig umformbar. Bei diesem Verfahren tritt praktisch kein Verlust an Material auf. Das Werkstück lässt sich sehr leicht verformen. Allerdings verfestigt es sich beim oder nach dem Umformen nicht. Eine Warmumformung kommt zum Einsatz, um: • sehr große Durchmesser (ab ca. 27 mm) oder Längen (größer als ca. 300 mm) der Schrauben zu erzielen • kleine Stückzahlen zu produzieren • komplizierte Schraubengeometrien anzufertigen shop.ploberger.net 12

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